Vals 2009Wie im letzten Jahr, zog es uns in diesen Sportferien wieder ins schöne Valsertal. Die Wetteraussicht für das südliche Graubünden waren für die Ferienwoche vom 17. - 21. Februar vielversprechend. In diesem sehr schneereichen Winter mussten wir uns über die Pistenverhältnisse sowieso keine Sorgen machen. Lediglich die Unbilden des Wetters konnten uns noch einen Strich durch die Rechnung machen.

Zum Glück hatte Petrus ein Einsehen und schenkte uns vier Tage mit überwiegend blauem Himmel und herrlichem Sonnenschein. Unsere Unterkunft bei Familie Furger war schön und nahe zur Talstation gelegen. Wir hatten sogar Gelegenheit die Kühe, Kälbchen, Schafe und Hühner auf dem kleinen Bauernhof unserer Gastfamilie zu besichtigen.

An drei Tagen konnten wir auf neustem Skimaterial die Pisten zwischen Gadastatt (1800 m) und Dachberg (3000 m) unsicher machen. Das Skigebiet Vals 3000 hat uns auch dieses Jahr nicht enttäuscht. Die Wartezeit an den Liften betrug null Minuten und die Anzahl von Skisportlern auf den Pisten ging nahe gegen vier: Floreana, Annika, Martina und Ralf. Es ist kaum zu glauben aber wahr, in Vals hat man (fast) Privatpisten und das bei erstklassig präparierten Skihängen.

Vals ist nicht für sein Skigebiet berühmt (zum Glück für uns) sondern für seine Therme. Es gibt nichts Schöneres als sich nach einem Tag auf den Brettern ins warme Thermalwasser gleiten zu lassen und dabei die Sterne am Himmel zu beobachten; das beruhigt die Seele und den Muskelkater. So erholt konnten wir dem nächsten Skitag bei minus 15 Grad mit einem Lächeln im Gesicht entgegen sehen.

Für unseren letzten Ferientag hatten wir einen Spaziergang im Schnee mit anschliessender Schlitteltour geplant. Von Gadastatt geht ein wunderschöner Weg auf 2000 m Höhe ca. zwei Stunden lang bergauf, bergab bis zu den Maiensäss Hütten von Frunt. Dort oben hat man einen überwältigenden Blick auf das Zervreilahorn und den Stausee am Talende. Von dort geht es steil bergab bis auf die Staumauer die einen auf die andere Talseite bringt.

Bis in die fünfziger Jahre stand hier im Talkessel das kleine Dorf Zervreila bis es dem Stausee weichen musste. Der Sage nach, kann man bei Niedrigwasser mitten im Stausee den Kirchturm von Zervreila sehen. Diese romantische Vorstellung stimmt jedoch nicht; die Häuser und Kirche des Dorfes wurden vor dem Versinken komplett abgetragen. Eine Chance das alte Gemäuer zu erblicken, gibt es dennoch. Das Restaurant Zervreila am Ende der Staumauer wurde 1960 aus den Steinen des Dorfes erbaut. Die Dachplatten des Hauses sind sogar über 500 Jahre alt.

Vor dem Restaurant beginnt die 7 km lange Schlittelstrecke hinab bis nach Vals. Nach einer Stärkung mit dem original Zervreila Blaubeerkuchen nahmen wir die Rodelabfahrt unter die Kufen. Hierbei erfreut nicht nur die rasante Schlittelei sondern auch die meterhohen Eisskulpturen am Streckenrand. Die Rodeltour führt teilweise durch den alten Strassentunnel der grob aus dem Fels geschlagen wurde und vollständig mit Pflastersteinen gedeckt ist.

Die Rodelei endet am Ortseingang oberhalb von Vals nahe unserer Unterkunft. So hatten wir es nicht weit zu unserem Gepäck und dem Abschied von Familie Furger. Herr Furger war sogar so nett, uns mit dem Auto zur Post zu fahren wo wir müde aber glücklich die Heimreise mit dem Postauto über Ilanz und weiter mit dem Zug über Chur nach Zürich antraten.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Familie Furger für die Gastfreundschaft und die schöne Woche im Valsertal. Bis zum nächsten Jahr.

Unser Bilder