HerbstbergeIm September lässt es sich trefflich in den Schweizer Bergen wandern. Das Wetter ist meistens angenehm, die Farben sind schön und die Touristenströme sind moderat. Am 15. September unternahmen wir einen Ausflug nach Trin Mulin um die Ebene zwischen diesem Ort, Flims Waldhaus und dem Rheintal zu entdecken. Hier beginnt man mit dem Cresta-See, wandert auf einfachen Wegen durch den Herbstwald und erreicht Conn, den schönen Aussichtspunkt auf die Rheinschlucht. Von dort aus wanderten wir entlang der Schlucht bis zum Cauma-See bei Flims-Waldhaus, wo wir mit Champagner unseren 13. Jahrestag feierten. Das ist eine leichte und empfehlenswerte Tagestour für alle, die es gemütlich haben möchten ohne auf herrliche Natureindrücke verzichten zu müssen.

Bereits am nächsten Wochenende fuhren wir am 21. September nach Stoos in die Innerschweiz. Mit der steilsten Standseilbahn der Welt (110 % Steigung) geht es hinauf nach Stoos. Leider waren hier die Touristenströme weniger moderat als erwartet; Stoos scheint dieselbe Anziehungskraft wie Venedig zu haben. Zum Glück sind 95% der Besucher Turnschuh-Touris, die mit der Seilbahn zum Fronalpstock hochfahren, den Gratwanderweg machen um dann mit dem Sessellift vom Klingenstock wieder hinunter nach Stoss fahren. Wir hatten einen besseren Plan: von Stoos aus, wanderten wir nordwestlich bergab zur Nordflanke des Charenstöckli um dann auf einem blau-weissen Pfad die Nordwand zu erklimmen. Nach drei Stunden auf Händen und Füssen hatten wir die knapp 1'000 Höhenmeter bis zum Fronalpstock überwunden. Von dort aus folgten wir den Massen auf dem wunderschönen Gratweg bis zum Klingenstock. Ziemlich glücklich und erschöpft fuhren wir für sagenhafte 17 CHF mit dem Sessellift hinab zum wohlverdienten Suure Moscht.

Die Bilder der zwei Wandertage (zuerst Cresta- und Cauma-See, dann Stoos mit Fronalpstock)