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Dubrovnik

Mein Geburtstagsgeschenk für Martina brachte uns in der letzten Aprilwoche endlich nach Dubrovnik. Diese Reise war schon lange geplant, scheiterte aber immer an ungünstigen Flugverbindungen. Doch dieses Mal hat es geklappt, obwohl die Flugzeiten alles andere als ausschlaffreundlich waren. Am Sonntag, 26. April, flogen wir in aller Frühe los. Dadurch hatten wir einen halben Tag Zeit, um uns am Zielort umzusehen.

Diese Reise ergab viel Mehr als "nur" die Altstadt von Dubrovnik zu besichtigen. Wir entdeckten das Adria-Flair, die Inseln auf einem Segelboot und hunderte Pfauen auf der Insel Lokrum. Der Süden Kroatiens ist eine Reise wert, wenn man die richtige Zeit wählt.

Die Karte zeigt einen Überblick darüber, wo man wohnen kann, wo die Altstadt liegt und welche Inseln man besuchen sollte. Dabei kombiniert ihr idealerweise den öffentlichen Verkehr mit privat gebuchten Touren.

Sonntag

Unsere Unterkunft war die Villa More im Stadtteil Lapad. Für einen fairen Preis durften wir dort ein 120 qm Appartement mit Infinity-Pool beziehen. Ein Vorteil von Lapad ist, dass man sich nicht in der Stadt befindet und somit die Aussicht auf die Adria mit Ferienort-Feeling geniessen kann. Dort gibt es schöne Uferwege, einen Lido mit vielen Restaurants und eine entspannte Atmosphäre. Die Altstadt von Dubrovnik erreicht man bequem und preiswert mit dem Bus, der alle 10 Minuten fährt. Am Sonntag besuchten wir die Altstadt nur kurz. Die Hauptsaison beginnt hier Mitte Mai, weshalb sich die Touristenmassen in Grenzen hielten. Es war zwar voll, aber nicht zu voll. Wer im April nach Süd-Kroatien reist, muss beim Wetter Glück haben. Wir hatten mit 23 Grad und durchgehendem Sonnenschein viel Glück. Eine Woche vorher war es nass und stürmisch; an unserem Abreisetag blies uns auf dem Flugfeld ein kalter Wind von den Bergen entgegen, für den Dubrovnik berüchtigt ist. Bei der Reisezeit muss man abwägen. Entweder relativ wenige Touristen mit dem Wetterrisiko oder Overtourism mit hohen Temperaturen.

Montag

Am Montag hatten wir eine Segeltour mit Phillip gebucht. Auf seinem 30‑Fuss-Segelboot waren wir die einzigen Gäste, weil die beiden anderen kurzfristig abgesagt hatten. Vom Hafen (auf der Karte rechts von Lapad) segelten wir Richtung Nordwesten. Na ja, wir segelten nicht, weil dafür der Wind nicht ausreichte. Wir motorten zur malerischen Insel Kolocep, auf der wir eine kleine Wanderung durch die Bucht und bis zu einem Aussichtspunkt in der Höhe unternahmen. Danach fuhren wir entlang der Westseite entlang von Felsformationen zur Insel Lopud. Dort ankerten wir an einer Muringboje und setzten mit dem Dinghi über. Phillip verriet uns, in welchem Restaurant am Strand man am leckersten essen kann – wir wurden nicht enttäuscht. Mit vollem Bauch vertraten wir uns die Beine entlang der Bucht, um ein paar Stunden später wieder an Bord zu gehen. Am Nachmittag kam ein wenig Wind auf, weshalb wir für die Rückfahrt die Segel hissen konnten. Da Captain Phillip sehr auskunftsfreudig war, erfuhren wir Wissenswertes über die Gegend, die Bewohner, das Wetter in dieser Gegend und die vom Tourismus abhängigen Lebensumstände in Dubrovnik.

Dienstag

Am Sonntag hatten wir nur einen kurzen Blick in die Altstadt geworfen. Heute stand das ganze Programm auf dem Plan, welches mit einer Food-Tour begann. Während unserer letzten Reisen haben wir solche Food-Touren schätzen gelernt, weil man damit sowohl eine kleine Stadtführung, als auch einen Eindruck von den lokalen Köstlichkeiten erhält. Unsere Führerin Laura vermittelte uns interessante Informationen über die Altstadt und brachte uns zu zehn verschiedenen Lokationen. Darunter hervorzuheben waren eine kalte Platte mit kroatischen Köstlichkeiten, eine kleine Weinprobe, frittierte Austern und Eiscreme zum Dessert.

Mittwoch

Lokrum ist eine kleine Insel, die sich zehn Minuten vom Hafen entfernt befindet. Ein Besuch der Insel lohnt sich für einen Tagesausflug, weil man sie zu Fuss umrunden kann und sie mit ihrer Burgruine auf dem höchsten Punkt und einem alten Kloster schöne Sehenswürdigkeiten bietet. Lokrum ist ein grünes Paradies, in dem sich auch heisse Tage gut aushalten lassen. Das Kloster ist renoviert und bietet neben einer netten Gastwirtschaft, und vielen Pfauen auch den Game-of-Thrones Thron. Am Südende der Insel überrascht ein kleiner See, der über einen natürlichen Tunnel mit dem Meer verbunden ist. Dieser Pool lädt zum Baden und Verweilen ein. Wir beschränkten uns auf Letzteres.

Fazit

Vermutlich ist Ende April oder Anfang Mai die beste Zeit, um Dubrovnik zu besuchen. Vorher ist das Wetter zu unbeständig, obwohl man auch im April von Regen und kalten Winden aus den Bergen überrascht werden kann. Mitte Mai beginnt die Hauptsaison, ab der der Ort von Touristenmassen überlaufen wird. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter. Eine Woche vorher war es windig und regnerisch. Bei der Auswahl der Unterkunft empfehlen wir die Aussenbezirke, weil man dort ein ganz anderes Dubrovnik erleben kann. Im Ortsteil Lapad erlebt man eine mediterrane Bucht, die überhaupt nicht an eine überlaufende Stadt erinnert.

Bilder